Bodenlager für Aushub von T3-Baustelle beantragt

Der Tiefbau vom Terminal 3 ist auf der Zielgeraden. Bagger haben seit dem feierlichen Spatenstich im Oktober 2015 etwa 670.000 m³ Erde ausgehoben. Aufgrund der Vornutzung ist ein Großteil des Aushubs auf dem Gelände der ehemaligen Rhein-Main Air Base mit PFC belastet. PFC ist die Abkürzung für poly- und perfluorierte Chemikalien. Der Schadstoff ist in der Altlastenbearbeitung relativ neu. Deshalb gibt es auch noch keine deutschlandweit geltenden Rechtsvorschriften und Genehmigungen zum Umgang mit dem Material. Nicht zuletzt deswegen sind auch die Kapazitäten geeigneter Deponien in Deutschland bisher stark begrenzt.

Fraport übernimmt beim Umgang mit belasteten Aushubmaterial eine Vorreiterrolle. Neben der sorgfältigen Analyse des Bodenmaterials im Bereich der Baustelle für das Terminal 3 beschreiten wir auch neue Wege zum verantwortungsvollen Umgang mit dem belasteten Bodenmaterial und untersuchen dessen weitere Verwertungsmöglichkeiten. Bis hier tragfähige Lösungen ausgelotet sind, soll das Material zwischengelagert werden. Fraport hat deshalb bei der zuständigen Genehmigungsbehörde die Einrichtung einer solchen Lagerstätte beantragt. Die Lagerstätte soll in der CargoCity Süd auf der derzeit noch für das Holiday-Parking genutzen Fläche entstehen.

Die Lagerstätte wurde mit einer zeitlich befristeten Betriebszeit beantragt. Sollte eine Genehmigung zum Jahresende vorliegen, startet in der ersten Jahreshälfte 2020 die Errichtung des Lagers. Ende 2020 könnte dann frühestens das erste Material eingelagert werden.

Hintergrund PFC: Die Textilindustrie schätzt die wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften und verwendet PFC in Outdoor- und Arbeitskleidung. Sie kommen darüber hinaus in Pizzakartons, Pappbechern oder teflonbeschichtetem Kochgeschirr und früher bei Feuerlöschschäumen zum Einsatz. Letzteres ist auch die wahrscheinliche Ursache für die Belastung im Bereich der ehemaligen Air Base. Beim Umgang mit den ausgehobenen Boden besteht keine Gefährdung für Mensch und Umwelt. Das ist Ergebnis eines toxikologischen Gutachtens. Deshalb kann ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen gebaut werden.