Beschwerde & Fragen zu Fluglärm

Unten stehend haben Sie die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Themen rund um den Fluglärm am Flughafen und in der Umgebung Ihres Wohnortes zu informieren. Hierzu gehören neben der Beantwortung von häufigen Fragen zwei Kartendarstellungen, auf denen zum einen Flugrouten und verschiedene Anspruchsgebiete aber auch tatsächliche Flugverläufe von Einzelflügen sowie gemessene Lärmwerte einsehbar sind. Sollten Sie hinsichtlich Ihrer Frage jedoch nicht fündig geworden sein, nutzen Sie gerne das Kontaktformular auf dieser Seite, um sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Häufige Fragen

Die häufigsten Fragen, die uns im Rahmen von Fluglärmbeschwerden und Bürgeranfragen erreichen, beschäftigen sich mit dem Nachtflugverbot, Routenänderungen und der generellen Lärmsituation am eigenen Wohnort. Aus diesem Grund gehen wir hier auf diese Themenbereiche ein, um möglicherweise schon im Vorhinein Verständnisfragen klären zu können.

Bitte beachten Sie, dass wir auf die Situation rund um den Flughafen eingehen und daher die hier angezeigten Fragen und Antworten hin und wieder den aktuellen Gegebenheiten anpassen, um stets die drängendsten Fragen aufzugreifen.

Grundsätzlich gilt am Frankfurter Flughafen das Nachtflugverbot zwischen 23:00 Uhr und 05:00 Uhr.

Ab 22:00 Uhr beginnt zunächst die sogenannte Nachtrandzeit. In dieser ist nur eine bestimmte Menge an Flugbewegungen zugelassen. Jedoch kann es beispielsweise bei medizinischen oder technischen Notfällen vorkommen, dass auch in der Nacht gelandet werden muss. Nicht möglich sind Starts nach 24:00 Uhr.

Für den Flughafen Frankfurt gelten Betriebs- und Nachtflugbeschränkungen, darunter ein grundsätzliches Verbot von planmäßigen Flügen zwischen 23:00 und 05:00 Uhr. Während dieser Zeit gelten folgende Ausnahmeregelungen:

Flugzeuge dürfen nur dann nach 23:00 Uhr starten, wenn sie über eine geplante Startzeit bis 23:00 Uhr verfügen und der Grund für die Verspätung außerhalb des Einflussbereichs der Fluggesellschaft liegt.

Landungen mit planmäßiger Ankunft vor 23:00 Uhr bedürfen bis 24:00 Uhr keiner individuellen Ausnahmegenehmigung, sofern deren Verspätung sich nicht bereits aus der Flugplangestaltung ergibt.

In den letzten Jahren wurden keine Flugrouten geändert. Das Ändern von Flugrouten ist ein langwieriger Prozess. Beispielhaft hierfür ist die mögliche Änderung der Route AMTIX kurz.

Gerade durch das Wechseln der Windrichtung und damit auch der Betriebsrichtung am Flughafen kann der Eindruck entstehen, dass Flugzeuge auf sonst weniger genutzten Routen fliegen. Sämtliche Flugrouten können Sie in unserer Kartendarstellung auf FraMap einsehen.

Um mit der vorhandenen Start- und Landebahnlänge sicher auszukommen, starten und landen Flugzeuge grundsätzlich gegen den Wind.

Auf den drei parallelen Bahnen finden deshalb in Abhängigkeit von der vorherrschenden Windrichtung und Windstärke Wechsel der Start- und Landerichtung, der sogenannten Betriebsrichtung, statt.

Die Frage nach den gesundheitlichen Auswirkungen von Fluglärm beantwortet die NORAH-Studie, indem sie umfassende, aktuelle, wissenschaftlich gestützte Erkenntnisse über die Auswirkungen des Verkehrslärms auf die Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet bereitstellt. Der Fokus liegt dabei auf Fluglärm. Untersucht wurden Auswirkungen auf Gesundheit, Lebensqualität und die geistige Entwicklung von Kindern.

Um zu verhindern, dass Schäden an Dächern durch Wirbelschleppen entstehen, bieten wir Ihnen unser kostenloses Dachsicherungsprogramm an.

Interessierte Eigentümer können sich über unser Online- Kontakt-Formular oder einfach und formlos per Email an dachsicherung@fraport.de an uns wenden

Passiver Schallschutz an Gebäuden

Fraport hat verschiedene Maßnahmenprogramme ins Leben gerufen, die Besitzer und Anwohner gleichermaßen für den verursachten Fluglärm und alle mit dem Flugbetrieb zusammenhängenden Einschränkungen entschädigen oder die Auswirkungen lindern.

Durch bauliche Maßnahmen an Gebäuden können die Lärmeinwirkungen im Rauminneren deutlich reduziert werden. Dadurch stellt der Passive Schallschutz einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung der durch Fluglärm betroffenen Bevölkerung dar. Basierend auf dem Planfeststellungsbeschluss des HMWEVL zum Ausbau des Flughafens Frankfurt vom 18. Dezember 2007 und der Festlegung des entsprechenden Lärmschutzbereichs durch die Landesregierung per Rechtsverordnung, die am 13. Oktober 2011 in Kraft getreten ist, ist nunmehr das dritte Passive Schallschutzprogramm aus dem Jahr 2011 noch in Umsetzung.

Für die Erreichung des Zieles, den Lärmpegel im Rauminneren von Gebäuden in anspruchsberechtigten Gebieten zu verringern, wurden für das aktuelle Passive Schallschutzprogramm rund 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, bauliche Schallschutzmaßnahmen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zeitlich vorgezogen und durch weitere finanzielle Mittel aus dem Regionalfonds erweitert.

Außenwohnbereichsentschädigung

Am 29. August 2013 ist die Außenwohnbereichsentschädigung als 3. Durchführungsverordnung zum Fluglärmgesetz in Kraft getreten. Darin wurde erstmalig eine Entschädigung für die durch Fluglärm beeinträchtigte Nutzung des Außenwohnbereichs (Garten, Terrasse, u. ä.) gesetzlich eingeführt. Soweit das bebaute Grundstück in der Tag-Schutzzone 1 des Lärmschutzbereichs liegt, besteht eine Berechtigung, eine Außenwohnbereichsentschädigung zu beantragen. Der Anspruch auf die Entschädigung besteht seit dem 13. Oktober 2016. Die Höhe der Entschädigung hängt von der Art der Immobilie ab. Unterschieden wird bei der Außenwohnbereichsentschädigung zwischen Einfamilienhaus, Zweifamilienhaus, Mehrfamilienhaus und Eigentumswohnung. Um welche Art von Immobilie es sich in Ihrem Fall handelt, können Sie anhand dieser Kriterien feststellen. Ob und ab wann für Sie der Entschädigungsanspruch gilt, können Sie über das Schallschutzportal des RP Darmstadt selbst ermitteln oder beim Regierungspräsidium Darmstadt anfragen.

Der Antrag auf Außenwohnbereichsentschädigung ist ausgefüllt an das Regierungspräsidium Darmstadt zu schicken, dieses ist zuständig für die Gewährung der Entschädigungen. Bei der Beantragung haben Sie die Wahl zwischen einer gesetzlichen Pauschale und einer Entschädigung anhand eines Verkehrswertgutachtens Ihrer Immobilie. Informationen zu den beiden Verfahren und was Sie beachten müssen, erhalten Sie beim Regierungspräsidium Darmstadt. Weitere Informationen finden Sie in den Antworten auf häufig gestellte Fragen und dem Portal Außenwohbereichsentschädigung des RP DarmstadtRegierungspräsidium Darmstadt

Grundlegende Informationen zur derzeitigen Situation

Mit der stark gesunkenen Zahl an Passagier- und Frachtflügen hat sich das Niveau des Fluglärms drastisch verändert: an den meisten Orten rund um den Flughafen ist es deutlich leiser geworden. Mit dem zunehmenden Flugverkehr wird jedoch auch der Fluglärm wieder ansteigen.

Ob es eine Belastung durch Fluglärm wie zu Zeiten vor der Pandemie geben wird, ist nicht klar, da wir derzeit schwer vorhersagen können, wie sich der Flugverkehr in den nächsten Jahren entwickeln wird. Langfristig rechnen wir allerdings mit einer stabilen Entwicklung der Luftfahrtbranche. Hinsichtlich des derzeitigen Fluglärms stellen wir in diesem Abschnitt einige Informationen bereit.

Bei Fragen zum gesundheitlichen Schutz von Passagieren besuchen Sie bitte die ausführliche Reisehomepage des Flughafens.

Zum einen wurden zu Beginn der Krise viele der Rückkehrer aus verschiedenen Ländern über den Flughafen Frankfurt nach Hause gebracht

Zum anderen steht uns als internationaler Hub eine große Fläche sowie die nötige Infrastruktur zur Verfügung, über die dringend benötigte Waren wie pharmazeutische Produkte umgeschlagen werden können, sodass die Versorgung nicht nur der deutschen, sondern auch der Bevölkerung anderer Länder gesichert ist.

Aktuelle Bahnnutzung

 

Derzeitige Nutzung:

Am 14.12.2020 wurde die Landebahn Nordwest am Flughafen Frankfurt erneut temporär außer Betrieb genommen. Hauptgründe für die vorübergehende Außerbetriebnahme sind, wie bereits von April bis Juni dieses Jahres, stark reduzierte Flugpläne der Airlines und infolgedessen zusätzlich benötigte Abstellflächen für derzeit stillgelegte Flugzeuge. 

Die Wiederinbetriebnahme hängt von der weiteren Verkehrsentwicklung und dem künftigen Stellplatzbedarf für temporär stillgelegte Flugzeuge ab. Die beiden Parallelbahnen Süd und Center sowie die Startbahn 18 bleiben weiterhin in Betrieb. 

Rückblick:
  • Infolge des wieder ansteigenden Verkehrsaufkommens wurde die Nordwestbahn am 8. Juli wieder in Betrieb genommen. Die Nutzung der Piste ist bei ansteigenden Flugbewegungen für die Sicherstellung eines flüssigen, verzögerungsfreien Flugbetriebs notwendig.
  • Nach der Fertigstellung der Sanierung der Südbahn kann diese seit dem 30. April wieder verwendet werden. Daher werden Starts und Landungen nun vorwiegend über Süd- und Centerbahn durchgeführt.
  • Ab dem 23. März wurde die Landebahn Nordwest voll gesperrt, damit diese als Stellfläche für nicht benötigte Flugzeuge genutzt werden konnte.

Derzeitige Situation

Die derzeit wesentlich geringeren Flugbewegungen (ca. 590 pro Tag, im vergangenen Jahr handelte es sich um ca. 1.500 pro Tag) können gewisse Abweichungen von den bekannten, idealen Flugrouten ermöglichen:

  • Bei Betriebsrichtung 25 (Westwetterlage) kommt es derzeit zu einer veränderten Nutzungsintensität der bestehenden Flugrouten.
  • Zu Zeiten, in denen die Startbahn 18 nicht genutzt wurde oder, wenn diese aus Sicherheitsgründen temporär geschlossen wird (bspw. wegen starker Winde), muss der Abflugverkehr nach Süden bei Betriebsrichtung 07 (Ostbetrieb) über die Strecken 07-S (kurz) und 07-S (lang) geführt werden. Dies führt zu einem verstärkten Flugverkehrsaufkommen im Bereich von Dreieich, Langen oder auch in Mörfelden-Walldorf.
  • Im Anflugbereich kommt es zu einer höheren Zuweisung von Direktflügen, was eine Auffächerung des Anflugstroms im Norden des Flughafens (Gegenanflug) bedingt. Aufgrund des geringeren Verkehrsvolumens ist es den Lotsen derzeit möglich, vermehrt sog. Direktfreigaben zu erteilen.
  • Die Zunahme der Direktfreigabe im Anflugverkehr bedeutet nicht, dass entlang des Gegenanflugs oder nördlich davon mit einer Absenkung der Flughöhen gerechnet werden muss. Wie die DFS mitteilt, sind Fluglotsen angehalten, wann immer möglich, Anflüge oberhalb 6.000 Fuß zu führen.

Lärmbelastung durch Routenbelegungen

Die oben erwähnten, ungewohnten Lärmbelastungen erklären sich durch verschiedene Umstände:

  • Zunächst sind Piloten und Fluglotsen im Augenblick mit einer gänzlich anderen Situation konfrontiert, als normalerweise im Luftraum am Frankfurter Flughafen - die geringe Anzahl an Starts und Landungen ermöglicht den Piloten das Ein- bzw. Abdrehen an ungewohnten Punkten der Flugroute, ohne den übrigen Flugverkehr hierdurch zu beeinträchtigen. Die vorgeschriebenen Mindesthöhen für solche Direktfreigaben kürzerer Flugstrecken werden dabei eingehalten.
  • In den Monaten mit besonders geringem Flugverkehrsaufkommen verkehrten hauptsächlich Frachtmaschinen, die zumeist zur Klasse der sog. Heavies gezählt werden - Flugzeuge mit einem sehr hohen Startgewicht. Diese Flugzeuge benötigen bei einer vollen Beladung mehr Zeit, um auf die Reiseflughöhe zu gelangen.
  • Im Gegensatz dazu können Passagierflüge, die mit nur wenigen Passagieren fliegen, wesentlich schneller auf  Reisehöhe aufsteigen und damit auch an früheren Punkten nach Freigabe durch die Flugsicherung ein- und abdrehen.

Durch diese Faktoren ergeben sich häufig vom gewohnten Flugverkehr abweichende Flugverläufe, die sich allerdings stets im Rahmen der gesetzlichen und flugbetrieblichen Regelungen bewegen. Dies bedeutet auch eine gewisse Verlagerung des Fluglärms, die aber mit der erwarteten Zunahme des Flugverkehrs rückläufig sein wird.

Kurzum: Nein, das Nachtflugverbot bleibt bestehen. Die seit Oktober 2011 geltenden Nachtflugregelungent sehen Ausnahmeregelungen für Versorgungs-, Evakuierungs- und medizinische Hilfsflüge vor.

Aufgrund ihrer Dringlichkeit und des öffentlichen Interesses an einer zügigen Abfertigung wurden verstärkt derartige Flüge auch in der Kernzeit der Nacht von 23 bis 05 Uhr durchgeführt.

Das HMWEVW (Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehrsentwicklung und Wohnen) wendet bei der Beurteilung, wann ein Flug im öffentlichen Interesse ist und warum dieser nicht außerhalb der Kernnacht erfolgen kann, strenge Maßstäbe an. Mit der Entspannung der Krisensituation in vielen Ländern geht seit Juni 2020 auch eine Erholung der  Verkehrskapazitäten und Versorgungsengpässe einher. Der Bedarf für die seit Mitte März am Frankfurter Flughafen vereinzelt notwendig gewordenen, zusätzlichen Nachtflüge ist im Juni 2020 entsprechend stark gesunken.

Die stark eingeschränkte Zahl von Flugbewegungen führt derzeit generell zu einem wesentlich niedrigerem Lärmniveau als vor Corona. 

Allerdings kann es durch die  Verteilung der startenden und landenden Maschinen auf die vorübergehend reduzierte Anzahl von Start- und Landebahnen im Bereich einzelner Flugrouten zu einer Fluglärmbelastung kommen, die sich nur wenig von der vor Corona dokumentierten Belastung unterscheidet. Dem stehen Gebiete gegenüber, in denen die Fluglärmbelastung aktuell drastisch reduziert ist. Diese lokalen Differenzen werden sich mit dem erwarteten Wiederansteigen des Verkehrsaufkommens abschwächen. 

Die im April durchgeführten Sanierungsarbeiten der südlichen Start- und Landebahn (07R/25L) des Frankfurter Flughafens wurden erfolgreich abgeschlossen. Die Wiederinbetriebnahme erfolgte am 30. April.

Diese durch die aktuelle Luftverkehrssituation in solchem Umfang mögliche Maßnahme trägt u.a. dazu bei, Bahnsperrungen sowie daraus resultierende Lärmverlagerungen und Kapazitätsengpässe in verkehrsreicheren Zeiten zu vermeiden.

Diese Frage ist zum aktuellen Zeitpunkt sehr schwierig zu beantworten. Durch die Unsicherheiten, die diese Krise mit sich bringt, wissen weder die Airlines, noch wir als Flughafenbetreiber, wie sich der Flugverkehr in den kommenden Jahren entwickeln wird. Daher können wir lediglich mit einem langfristigen Anstieg und damit auch der Fluglärmbelastung rechnen.

Nach unserer Kenntnis gehen viele Fluggesellschaften davon aus, dass sie auch nach überwundener Krise eine verkleinerte Flotte betreiben werden. Außer Dienst gestellt werden sollen dabei in erster Linie solche Maschinen, die das Ende ihrer wirtschaftlichen Betriebszeit erreicht haben, also ältere und damit tendenziell lautere Flugzeuge. Außerdem zeichnet sich ab, dass drei- und vierstrahlige Langstreckenmaschinen schneller ausgemustert werden als ohnehin geplant, da diese im Betrieb teurer sind als zweistrahlige Maschinen.

Da letztere nach dem Start eine bessere Steigleistung aufweisen als drei- und vierstrahlige Modelle, verursachen sie im Umfeld der Abflugstrecken i.d.R. geringere Fluglärmbelastungen. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass mit einem Wiederanstieg des Flugverkehrs auf das Niveau vor der Pandemie die Fluglärmbelastung nicht auf das gleiche Maß zurückkehren wird.

Uns ist bewusst, dass die derzeitige, einmalige Situation auf der einen Seite zuvor betroffene Bürgerinnen und Bürger entlastet, auf der anderen Seite eine zusätzliche Lärmbelastung für diejenigen bedeuten kann, die in der Nähe der Flugrouten leben. Gerade Frachtmaschinen, die bis Juni 2020 auch während der Nacht dringend benötigte Güter transportierten, konnten zu einem als erhöht wahrgenommenen Fluglärm führen.

Daher werden wir kontinuierlich Informationen veröffentlichen, sofern es Neuerungen hinsichtlich der Flugpläne, genutzer Routen o.ä. geben sollte. Sofern Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gern an unseren Nachbarschaftsdialog.

In der aktuellen Lage prüfen wir Kosten und Investitionen sehr genau und halten gerade deshalb am Bau des neuen Terminal 3 fest.

Wir sind davon überzeugt, dass es nach der Krise ein langfristiges Wachstum in der Branche geben wird. Da ein Terminal mit Aussicht auf die kommenden Jahrzehnte errichtet wird, wäre es aus technischer und auch aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll, das Projekt zu stoppen - dies würde enorme zusätzliche Kosten verursachen und massive technische und bauliche Risiken nach sich ziehen.

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus haben auch Auswirkungen auf die Luftqualität. Während Ende März die reduzierten Straßenverkehrszahlen von ca. 40-50 Prozent in den hessischen Großstädten zu einer mittleren Abnahme der Stickoxid-Konzentration von etwa 40 Prozent an verkehrsreichen Standorten geführt haben, macht sich die Abnahme der Flugbewegungen am Flughafen Frankfurt beim Ultrafeinstaub bemerkbar. Jüngste Auswertungen des HLNUG zeigen, dass bei etwa ein Fünftel der sonst üblichen Flugbewegungen an der Luftmessstation Raunheim unter Windverhältnissen im Einflussbereich des Flugbetriebs ca. 40 Prozent niedrigere Konzentrationen an ultrafeinen Partikeln als in Zeiten vor der Pandemie bei gleichen Windbedingungen gemessen wurden.

Die Pandemie hat zwar allgemein zu einer Reduktion der Belastung von ausgewählten Luftschadstoffen geführt, jedoch scheinen die Auswirkungen von Covid-19 im Einzelnen sehr komplex zu sein und sind für jeden einzelnen Schadstoff unterschiedlich ausgeprägt.

Für die Messungen und Auswertungen der verschiedenen Luftschadstoffkomponenten bedarf es fachlicher Kompetenz. Am Frankfurter Flughafen und Umgebung werden die Messungen von der Fachbehörde HLNUG (Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie) durchgeführt.

Für genauere Aussagen sind noch weitere Analysen des HLNUG unter Einbezug der Meteorologie und unter Betrachtung der Emissionsreduzierung der einzelnen Quellen erforderlich.

Individueller Fluglärmsteckbrief

Mit dem individuellen Fluglärmsteckbrief erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die Fluglärmsituation am eigenen Wohnort. Einfach eine Adresse im Umland des Flughafens eingeben. Die Ausgabe erfolgt nach nur einem Klick und bietet detaillierte Informationen zu den Flugbewegungen auf den An- und Abflugrouten im Umkreis von 5 km um den eingegebenen Standort sowie zu der für den Standort berechneten Fluglärmbelastung.Wenn der Standort im Lärmschutz- oder Dachsicherungsbereich des Flughafens Frankfurt liegt, erhalten Sie Hinweise, um mögliche Ansprüche auf baulichen Schallschutz oder Dachsicherungsmaßnahmen geltend machen zu können.

Erklärfilm FraMap
Erklärfilm FraMap

 

Kartendarstellung auf Fra.Map

FRA Map bietet die Möglichkeit, die Themengebiete Fluglärm, Schallschutz und Flugbetrieb interaktiv zu erkunden. Über die Adresssuche können Sie direkt zu jeder in der Karte vorhandenen Adresse navigieren – auch zu Ihrer Heimatadresse – und Flugrouten, Betriebsrichtungsverteilung Fluglärmmessungen im direkten Umfeld der eingegebenen Adresse einsehe

FRA NoM (Fraport Noise Monitoring)

Das kartenbasierte Tool zeigt aktuell gemessene Lärmwerte an den stationären Fluglärmmessstellen der Fraport AG sowie An- und Abflüge am Flughafen Frankfurt.

Pegelverläufe können mit Klick auf eine der Messstationen detailliert angezeigt und Steig- oder Sinkprofile einer Flugbewegung nachverfolgt werden. Auch bietet die Kartenübersicht die Möglichkeit, den Abstand zu einem Vorbeiflug oder zu einer nahegelegenen Messstelle aus der Perspektive des eigenen Wohnortes zu erkennen (Haussymbol in der unteren Leiste anklicken und Adresse eingeben).

Aktueller Hinweis: Eingeschränkte Bearbeitung von Anfragen


Durch die derzeitige, uns alle betreffende Situation können wir momentan den Normalbetrieb im Nachbarschaftsdialog nicht aufrechterhalten. Daher kommt es bei der Bearbeitung und Beantwortung von Beschwerden zu deutlichen Verzögerungen. Sobald Ihre Anfrage bearbeitet wurde, melden wir uns bei Ihnen und bitten für längere Wartezeiten um Entschuldigung.

Gern können Sie auch die auf dieser Seite angebotenen Tools und Links nutzen, um sich ein Bild der Fluglärmsituation an Ihrem Standort zu machen.

Erklärfilm Fluglärmbeschwerde
Erklärfilm Fluglärmbeschwerde

 

Beschwerde einreichen

Bei der Bearbeitung von Fluglärmbeschwerden über einzelne Überflüge ist es uns wichtig, die anfragenden Bürger über Gründe für die unüblichen Flugverläufe und die eventuell getroffenen Sanktionsmaßnahmen gegen den Piloten zu informieren. Dafür melden wir die Flüge, die gegen lärmmindernde Regularien (z.B. vorgeschriebene Flugrouten) mutmaßlich verstoßen haben, an die Fluglärmschutzbeauftragte des Landes Hessen weiter.

Dort werden auffällige Flüge u.a. anhand der Radardaten der DFS Deutschen Flugsicherung auf Kursgenauigkeit und Höhenverlauf untersucht. Beim bestätigten Regelverstoß veranlasst die Fluglärmschutzbeauftragte über die DFS ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Piloten beim Bundaufsichtsamt für Flugsicherung. Hat der Pilot keine stichhaltige Begründung dafür, können hohe Bußgelder bis hin zur fünfstelligen Höhe gegen ihn verhängt werden. Den anfragenden Bürgern teilen wir das jeweilige Untersuchungsergebnis der Fluglärmschutzbeauftragten mit.

Allgemeine Informationen zur Auswertung von Beschwerden

Die meisten Fluglärmbeschwerden werden von nur wenigen Personen abgeschickt, die weitgehend automatisierte und standardisierte Reklamationen über einzelne Überflüge verschicken. Um eine differenzierte Bewertung von Lärmbeschwerden zu ermöglichen, sie bspw. in Bezug zu örtlichen Veränderungen im Flugverkehr zu setzen, werden diese Beschwerden auf Basis einer Absprache mit der Fluglärmkommission nur statistisch erfasst und für die Kommission separat dargestellt.