8 FRAporter Sonderausgabe 2020 Dank CO2-freier Energiegewinnung soll bereits zwei Jahre nach Eröffnung von Terminal 3 der CO2-Ausstoß am Standort Frankfurt niedriger sein als je zuvor. das Kompetenzzentrum für Klima- und Lärmschutz im Luftverkehr im House of Logistic and Mobility im Flughafen-Stadtteil Gateway Gardens eröffnet. Das Zentrum soll unter anderem eine entsprechen- de Pilotanlage im Rhein-Main-Gebiet vorbereiten. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Interessant ist, dass durch die Eröffnung von Terminal 3 der CO2-Ausstoß kurzfristig ansteigen wird – aber zwei Jahre später soll der Ausstoß niedriger sein als je zuvor. Wie kann das gelin- gen? Ja, wir werden einen Zuwachs an Verkehr, Men- schen, Gebäuden und Energiebedarf haben. Aber gleichzeitig wird die CO2-freie Energiegewinnung durch Photovoltaik oder Windkraft immer stärker greifen. Dadurch vermeiden wir hier pro Jahr im- mer mehr CO2-Emissionen. Der CO2-Ausstoß wird noch stärker vom Flughafen-Wachstum abgekop- pelt. Wie realistisch ist es, 2050 tatsächlich CO2-frei zu sein? Das ist alternativlos. Die Optionen, um CO2-frei zu werden, liegen quasi auf dem Tisch. Natürlich ist noch die eine oder andere Hürde zu nehmen, aber wir, und damit meine ich die ganze Branche, neh- men das sehr ernst. Diese Net-Zero-Carbon-Verein- barung für 2050 ist die logische Konsequenz aus den Empfehlungen des Weltklimarates. Aber betreibt nicht auch Fraport Greenwashing? Immerhin stellen Sie die Infrastruktur dafür bereit, dass weitergeflogen wird. Wir stellen die Infrastruktur für ein Transportmittel bereit. Es ist natürlich legitim, kritisch zu hinterfra- gen, ob Luftverkehr zukünftig so stattfinden kann wie prognostiziert. Den Luftverkehr einzustellen, wäre aber sicher nicht die Lösung. Denn was würde passieren? Fliegen verbindet Völker, es ist