Fraport-Konzern legt operativ im ersten Halbjahr zu

Umsatzplus von 4,0 Prozent / Konzern-EBITDA steigt um 3,8 Prozent / Ergebnis wie erwartet unter Vorjahreswert / Ausblick bestätigt  

Der Fraport-Konzern hat in einem hoch volatilen Marktumfeld im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres wichtige operative Kennzahlen wie Umsatz (+4,0 Prozent) und EBITDA (+3,8 Prozent) gesteigert. Dagegen lag das Konzern-Ergebnis bei 51,6 Millionen Euro – wie erwartet ein schwächerer Wert als in der Vorjahresperiode (-47,7 Prozent). Grund hierfür sind buchhalterische Effekte, die insbesondere aus der Inbetriebnahme der neuen Terminal-Gebäude in Lima und in Frankfurt resultieren.     

„Während das Passagieraufkommen in Frankfurt streikbedingt und aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation im Nahen Osten stagniert, wächst der Verkehr an den meisten internationalen Standorten im Fraport-Konzern", sagt Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. „Unsere breite Diversifizierungsstrategie ist ein wichtiger Stabilitätsanker – gerade in den aktuell sehr volatilen Zeiten. Finanziell sind wir weiter auf Kurs. Deshalb halten wir mit Blick auf die Entwicklung im Gesamtjahr an unserem Finanzausblick fest.“

  

Trotz volatilem Umfeld finanzielle Entwicklung auf Kurs

Der Konzernumsatz des internationalen Flughafenbetreibers stieg in den ersten sechs Monaten auf 2.069,1 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 4,0 Prozent. Bereinigt um Erlöse, die im Zusammenhang mit Ausbauinvestitionen in den internationalen Konzerngesellschaften standen (gemäß IFRIC 12), wuchs der Umsatz um 4,5 Prozent auf 1.981,0 Millionen Euro. Der Anstieg lag am Standort Frankfurt an preisbedingt höheren Umsatzerlösen aus Bodenverkehrsdienstleistungen (+12,9 Millionen Euro), Flughafenentgelten (+10,9 Millionen Euro) sowie Infrastrukturentgelten (+10,1 Millionen Euro). Außerhalb von Frankfurt trugen insbesondere die positive Verkehrsentwicklung und preisbedingte Effekte der Konzerngesellschaften Lima (+21,9 Millionen Euro) und Fraport Greece (+15,6 Millionen Euro) bei. Getragen von der Umsatzentwicklung stieg auch das operative Ergebnis (EBITDA) auf 582,3 Millionen Euro (+3,8 Prozent).

Das Finanzergebnis war mit minus 194,7 Millionen Euro schwächer als in der Vorjahresperiode (6M 2025: -167,4 Millionen Euro). Ursache waren 43,2 Millionen Euro höhere Zinsaufwendungen, insbesondere aufgrund einer geringeren Aktivierung von Bauzeitzinsen für die fertiggestellten Terminalneubauten in Lima und in Frankfurt. Diese Entwicklung resultierte erwartungsgemäß in einem um 47,7 Prozent geringerem Konzern-Ergebnis von 51,6 Millionen Euro.

  

Passagiere: Internationale Airports mit Plus und Frankfurt mit Minus

Das Passagieraufkommen an den internationalen Beteiligungsflughäfen entwickelte sich überwiegend positiv. Starke Zuwächse erzielten insbesondere die Standorte Porto Alegre (+19,2 Prozent), Ljubljana (+14,7 Prozent) und die bulgarischen (+8,8 Prozent) sowie griechischen Destinationen (+5,4 Prozent). Dagegen gingen die Passagierzahlen in Frankfurt im ersten Halbjahr leicht zurück (-0,8 Prozent). Allein durch Streiks bei der Lufthansa waren knapp 700.000 Fluggäste betroffen. Zudem führte die geopolitische Situation im Nahen Osten zu massiven Ölpreissteigerungen und Nachfragerückgängen in diese Region. Deshalb reduzierten Fluggesellschaften ihr Angebot. Weitere Details zu den Verkehrszahlen sind hier abrufbar.               


Ausblick für das Geschäftsjahr 2026

Nach Abschluss des ersten Halbjahrs 2026 hält der Fraport-Vorstand für das laufende Geschäftsjahr an der Prognose für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns fest. Aufgrund von Streiks, geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und daraus folgenden reduzierten Airline-Kapazitäten erwartet die Konzernleitung ein Aufkommen in Frankfurt nur noch in etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 63,2 Millionen Passagieren. Die leicht schwächere Verkehrsentwicklung wird sich danach dämpfend auf die Ergebnisentwicklung auswirken. Dagegen rechnet der Fraport-Vorstand weiterhin mit einer überwiegend positiven Entwicklung im internationalen Airport-Portfolio.

Das Konzern-EBITDA wird unverändert über dem Vorjahreswert (2025: 1,44 Milliarden Euro) in einer Bandbreite von bis zu rund 1,5 Milliarden Euro erwartet. Mit einem Rückgang wird weiterhin beim Konzern-Ergebnis gerechnet. Wesentlich für diese rückläufige Entwicklung sind demnach gestiegene Zinsaufwendungen und Abschreibungen in der Folge der abgeschlossenen Ausbauvorhaben.

Pressekontakt

Christian Engel

Stellvertretener Pressesprecher und Themenmanager Wirtschaft und Finanzen

+49 69 690-30713 c.engel2@fraport.de www.fraport.com/de
Bildmaterial in druckfähiger Qualität steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung
Downloads
Pressearchiv

Zu den Pressemitteilungen