Selbstverpflichtungen

Verantwortungsvolle und transparente Unternehmensführung

Fraport bekennt sich zu international anerkannten Normen, Leitsätzen und Prinzipien, insbesondere den Prinzipien des UN Global Compact, den Sustainable Development Goals, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den Konventionen der United Nations Organization (UNO) und den Kernarbeitsnormen der International Labour Organisation sowie den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen.

Der UN Global Compact ist seit 1999 das weltweit größte und wichtigste Netzwerk für unternehmerische Verantwortung und Corporate Social Responsibility.

Im Dialog mit staatlichen und nicht-staatlichen Vertretern werden Partnerschaften initiiert und praktikable Ansätze entwickelt.

Die Teilnehmer veröffentlichen jährlich einen Fortschrittsbericht zu dessen zehn Prinzipien. Sie behandeln die Themen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.

Die Umsetzung der zehn Prinzipien in der Unternehmensführung ist im GRI- und UN Global Compact Index 2020 dokumentiert.

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung drücken die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen ihre Überzeugung aus, dass sich globale Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen.
Die Agenda schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten. Das Kernstück der Agenda bilden 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs).

Poster-Common goals for global challenges 2020

 

Die SDGs berücksichtigen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Umwelt & Wirtschaft –  gleichermaßen. Als Unterzeichner des UN Global Compact fühlt sich die Fraport AG diesen Zielen und den SDGs verpflichtet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf denjenigen SDGs, die im Einflussbereich der Fraport AG liegen.

Die OECD-Leitsätze sind ein 1976 verabschiedeter Verhaltenskodex für weltweit verantwortliches Handeln von Unternehmen.

Sie sind Teil der Erklärung über internationale Investitionen und multinationale Unternehmen der OECD. Sie geben Empfehlungen für verantwortliches Unternehmerverhalten bezüglich Transparenz, Arbeitsbeziehungen, Umwelt, Korruption, Verbraucherschutz, Technologietransfer, Wettbewerb und Steuern. 

Die ILO-Kernarbeitsnormen wurden 1998 in einer Deklaration der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) niedergelegt.

Sie definieren Sozialstandards im Rahmen der Welthandelsordnung, die menschenwürdige Arbeitsbedingungen und einen hinreichenden Schutz gewährleisten sollen. Die vier Grundprinzipien sind Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen, Beseitigung der Zwangsarbeit, Abschaffung der Kinderarbeit und Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf.

Ein Beleg für das erfolgreiche CO2-Management von Fraport ist die Teilnahme an der Airport Carbon Accreditation des ACI (Airports Council International). Sie hat sich seit 2010 zum weltweiten Standard für CO2-Reporting und -Management an Flughäfen entwickelt. Die Beteiligung auf Level 2 („Reduction“) oder höher erfordert den Nachweis sowohl eines CO2-Reduktionsziels, eines CO2-Managements gemäß internationalen Anforderungen als auch jährliche Emissionsminderungen, die extern gutachterlich überprüft sind.

2009 erhielt die Fraport AG als erste Flughafen-Betreibergesellschaft die Akkreditierung im Rahmen der „Airport Carbon Accreditation“ und hat bereits 2012 den Level 3 („Optimisation“) erreicht. Der Flughafen Ljubljana hat 2015 Level 2 erlangt und strebt mittelfristig Level 3+ („Neutrality“) an. Seit dem  Geschäftsjahr 2019 sind auch die Konzern-Flughäfen Varna und Burgas in Bulgarien sowie die griechischen Flughäfen Kefalonia, Mytilini, Rhodos und Thessaloniki – erstmals auch Chania und Samos – im Level 1 („Mapping“) geführt. Der Flughafen Lima hat erstmals an der Airport Carbon Accreditation teilgenommen und erfolgreich ein Zertifikat für Level 1 erhalten. Der Flughafen in Antalya befindet sich bereits auf Level 3+ („Neutrality“).

Die aktuellen Zertifikate des Fraport-Konzerns gibt es hier: https://www.fraport.com/de/umwelt/umweltmanagement.html

Fraport beteiligt sich seit 2006 am Carbon Disclosure Project (CDP), der weltweit führenden Klimareporting-Initiative der Finanzwirtschaft, die Unternehmen und deren Strategien im Hinblick auf den Klimawandel und das CO2-Reporting analysiert. Im Climate Disclosure Scoring 2015 verbesserte sich Fraport gegenüber dem Vorjahr um drei Punkte auf 98 von 100 Punkten. Das Climate Disclosure Scoring bildet die Vollständigkeit der Berichterstattung ab und gilt somit als Indikator für die Nutzbarkeit der Daten.

Es ist gleichzeitig Spiegelbild für die Transparenz eines Unternehmens in Klimawandelfragen (Quelle: CDP Climate Change Report 2015 – Dach 350 + Edition). Im Jahr 2016 erfuhr die Bewertungssystematik eine grundsätzliche Neuerung und ist seither in fünf Stufen unterteilt. Fraport wurde in den Jahren 2016 bis 2019 mit dem Bewertungsniveau C „Awareness“ ausgezeichnet.

Dieses Bewertungsniveau macht deutlich: Die Fraport AG setzt sich mit den Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf den Klimawandel auseinander.

Weitere Informationen unter https://www.cdp.net/en

Die Fraport-Umweltpolitik verpflichtet alle Konzern-Gesellschaften zu einem nachhaltigen, schonenden und vorsorgenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Umwelt. Dazu sind in der Fraport AG sowie in allen vollkonsolidierten Konzern-Gesellschaften, die aufgrund ihrer Geschäftsaktivitäten als „grundsätzlich umweltrelevant“ gelten, Umweltmanagementsysteme installiert. Diese sind fast ausnahmslos nach der einschlägigen Norm ISO 14001 oder der europäischen EMAS-Verordnung zertifiziert beziehungsweise validiert. Das „Eco Management and Audit Scheme“ ist ein von der Europäischen Union entwickeltes System für freiwilliges Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung. Diese erfolgt durch staatlich überwachte Umweltgutachter. EMAS gilt als das weltweit anspruchsvollste Umweltmanagementsystem. Seit 1999 unterzieht sich die Fraport AG der Umweltprüfung nach EMAS und seit 2002 erfolgt die Überprüfung auch nach der internationalen Norm ISO 14001.

Die aktuellen Zertifikate des Fraport-Konzerns gibt es hier: https://www.fraport.com/de/umwelt/umweltmanagement.html

Darüber hinaus bekennt sich Fraport zu nationalen Leitsätzen und engagiert sich in Netzwerken und Initiativen:

Im Jahr 2009 hat Fraport die Verhaltensrichtlinie des größten europäischen Einkäuferverbandes, dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) unterzeichnet. Die Richtlinie beruht insbesondere auf den Grundsätzen des UN Global Compact und enthält fundamentale Regeln zur Bekämpfung von Korruption, kartellrechtswidrigen Absprachen, Kinder- und Zwangsarbeit sowie zur Einhaltung von Menschenrechten, Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie fairen Arbeitsbedingungen. Die unterzeichnenden Unternehmen haben sich verpflichtet, die sogenannten „Business Conduct Rules“ einzuhalten und bei ihren Lieferanten zu fördern.

Weitere Informationen unter https://www.bme.de/initiativen/compliance/

Fraport ist Erstunterzeichner der Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Hessen.

Die Beschäftigungssituation in Deutschland ist vom demografischen Wandel geprägt. Immer mehr Menschen müssen sich neben dem Beruf um die Pflege von Angehörigen kümmern. Unterzeichner dieser Charta verfolgen das Ziel, ihre Beschäftigten bei der Übernahme der Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige zu unterstützen.

Die Fraport AG ist seit vielen Jahren Teil des Unternehmensnetzwerks „Erfolgsfaktor Familie“ und engagiert sich für eine familienbewusste Personalpolitik. Das Unternehmensnetzwerk ist eine Initiative des Bundesfamilienministeriums und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Mit der Mitgliedschaft setzt die Fraport AG ein Zeichen dafür, dass sie sich mit dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie intensiv auseinandersetzt und konkret fördert.

„E-PORT AN Elektromobilität am Flughafen Frankfurt" vereint Projekte zur Elektromobilität am Flughafen Frankfurt. Das langfristige Ziel ist es, für die Abfertigung in Frankfurt nur noch elektrisch betriebene Geräte und Maschinen einzusetzen. Rund 500 Elektrofahrzeuge von Paletten- und Containerhubwagen über Förderbandwagen bis hin zu Kleinbussen sind bereits im Einsatz. Das sind rund 14 Prozent aller Fraport-Fahrzeuge am Standort Frankfurt.

2014 hat die Initiative E-PORT AN den renommierten GreenTec Award in der Kategorie Luftfahrt erhalten. Die Partner bei der Initiative sind die Lufthansa Group, das Land Hessen und die Modellregion Elektromobilität Rhein-Main. 

Mehr Informationen unter www.e-port-an.de   

Die Unternehmenszentrale der Fraport AG entspricht den Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Das im Frühjahr 2013 fertiggestellte Gebäude am Tor 3 des Flughafens Frankfurt erfüllt die anspruchsvollen Qualitätskriterien der „Goldklasse“. Das Zertifikat bestätigt, dass  mindestens 80 Prozent der umfangreichen Kriterien erfüllt werden, die das komplexe System vorgibt.

Um diese Prinzipien im Konzern zu verankern, hat Fraport zwei Verhaltenskodizes eingeführt, einen für Beschäftigte sowie einen für die Lieferanten. Diese Verhaltenskodizes und weitere Informationen und Publikationen finden Sie hier.

Die Fraport AG verpflichtet Geschäftspartner und Lieferanten, abhängig von lokalen Gegebenheiten im Rahmen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), dazu, den Fraport-Lieferantenkodex einzuhalten. Darin sind der korrekte Umgang mit Beschäftigten, die Achtung der Menschenrechte, des Umwelt- und Klimaschutzes, die Integrität im Geschäftsverkehr sowie das Verbot von Korruption und Bestechung enthalten. Ein Verstoß kann zur Kündigung der Geschäftsbeziehung führen. Ebenso drohen bei Kartellverstößen und schweren Verfehlungen eine Vertragsstrafe und ein pauschalierter Schadensersatzanspruch. Geschäftspartner und Lieferanten müssen sich auch dazu verpflichten, diese Grundsätze bei ihren eigenen Lieferanten einzufordern und sicherzustellen.

Die Fraport AG verpflichtet sich grundsätzlich, den Einkauf von Produkten und Dienstleistungen konsequent an Nachhaltigkeitskriterien auszurichten, und unterzeichnete eine entsprechende vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz initiierte Zielvereinbarung.

Die Achtung der Menschenrechte ist im konzernweit verbindlichen Verhaltenskodex verankert: Fraport hat sich darin verpflichtet, das Grundrecht auf Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen zur Regelung der allgemeinen Arbeitsbedingungen im Fraport-Konzern zu achten. Zudem legt der Verhaltenskodex fest, den legitimierten Arbeitnehmervertretungen eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit anzubieten und nach einem fairen konzernweiten Interessenausgleich zu streben. Fraport lehnt jegliche Form von Zwangs- oder Kinderarbeit ab und steht dafür ein, dass die Rechte von Kindern und Jugendlichen geachtet werden.

Weiterführende Informationen

 

Managementsysteme

Zahlreiche Managementsysteme sorgen bei Fraport für verantwortungsvolle Geschäftsprozesse. Im Rahmen des ganzheitlichen Arbeitsschutzes sorgt das Unternehmen konzernweit für sicheres und gesundes Arbeiten. Prozesse werden konzernwert stetig weiterentwickelt und optimiert. Am Flughafen Frankfurt gilt: „Safety First“. Unter diesem Motto legt Fraport den Fokus auf die Sicherheit des Flughafenbetriebs. Das Umweltmanagement überwacht, organisiert und steuert den betrieblichen Umweltschutz: Der gesamte Konzern ist zu einem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen einer kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistungen verpflichtet.

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Zertifikate

Informationen zur Umsetzung der Klimaschutzziele.

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