Geschäftsjahr 2025: Auslaufende Investitionsprojekte führen zu positivem Free Cash Flow

Starker operativer Ergebniszuwachs / EBITDA steigt auf 1,44 Milliarden Euro / Free Cash Flow mit 24,4 Millionen Euro im Plus / Schulte: „Dank breiter Aufstellung sehr positive wirtschaftliche Entwicklung erzielt“ / Dividende von 1,00 Euro je Aktie für 2025 vorgeschlagen

Der Fraport-Konzern steigerte im zurückliegenden Geschäftsjahr viele wichtige Finanzkennzahlen: Getragen von Zuwächsen in allen vier Unternehmenssegmenten stieg der Umsatz, bereinigt um die Auftragserlöse aus Bau- und Ausbauleistungen im Zusammenhang mit der Anwendung der internationalen Finanzrichtlinie IFRIC 12, um 8,2 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte ebenfalls stark zu. Davon und vom Auslaufen der großen Investitionsprojekte profitierte der Free Cash Flow. Er stieg um annähernd 700 Millionen Euro auf 24,4 Millionen Euro.

„Dank unserer breiten Aufstellung haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr eine sehr positive wirtschaftliche Entwicklung erzielt, was die Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis zeigen“, sagt Dr. Stefan Schulte, der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG. Weiter betont er eine wichtige finanzielle Trendumkehr: „Der Free Cash Flow liegt seit 2018 erstmals wieder im positiven Bereich. Durch das Auslaufen der großen Investitionsprojekte werden unsere frei verfügbaren Mittel weiter deutlich steigen. Damit gewinnen wir zukünftig mehr Spielräume für den Schuldenabbau und Dividendenzahlungen an unsere Aktionärinnen und Aktionäre.“

Wichtige Finanzkennzahlen legen zu

Das konzernweit wachsende Fluggastaufkommen, Preiseffekte und mehr Ground-Handling-Aufträge steigerten den Gesamtjahresumsatz (bereinigt um IFRIC 12) um 8,2 Prozent auf 4,21 Milliarden Euro (2024: 3,89 Milliarden Euro). Das Konzern-EBITDA nahm um 10,4 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro zu (2024: 1,30 Milliarden Euro). Dagegen sank das Konzern-Ergebnis um 6,7 Prozent auf 468,1 Millionen Euro (2024: 501,9 Millionen Euro). Ursache waren insbesondere höhere Abschreibungen und Zinseffekte, die im Zusammenhang mit der Terminaleröffnung in Lima standen. Zudem war der Wert aus 2024 durch den Verkauf des Russlandgeschäfts um rund 45 Millionen Euro positiv beeinflusst.

Der Free Cash Flow profitierte von der soliden operativen Entwicklung und sinkenden Investitionsausgaben in Frankfurt und im internationalen Portfolio. Erstmals seit 2018 stieg diese Finanzkennzahl wieder in den positiven Bereich auf 24,4 Millionen Euro (2024: -674,7 Millionen Euro). Vom Auslaufen der umfassenden Kapazitätserweiterungen an den Flughäfen in Lima sowie Antalya und absehbar auch in Frankfurt profitierte zudem das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu EBITDA. Diese Kennzahl sank von 6,4 im Jahr 2024 auf aktuell 5,7.

Passagieraufkommen im Konzern erstmals über 2019-er Werten

Der internationale Flughafenbetreiber legte bei den Passagierzahlen 2025 sowohl in Frankfurt als auch auf allen Auslandsmärkten zu. In Summe lag das Konzernaufkommen mit 184 Millionen Fluggästen erstmals leicht über dem Vorkrisenwert aus dem Jahr 2019 (plus 1 Prozent). Am weitesten ist die Entwicklung an den 14 griechischen Flughäfen (vs. 2019 plus 23 Prozent) und an den Flughäfen in Antalya (vs. 2019 plus 10 Prozent) sowie Lima (vs. 2019 plus 8 Prozent). Der Heimatflughafen in Frankfurt liegt mit minus zehn Prozent gegenüber 2019 noch deutlich zurück. Viele der Airports im Fraport-Portfolio sind 2025 stärker gewachsen als Frankfurt mit einem Plus von 2,6 Prozent. Somit nahm der Abstand von Deutschlands Tor zur Welt zu den meisten anderen Konzernairports 2025 weiter zu. Dazu Vorstandschef Schulte: „Wir könnten in Frankfurt deutlich besser dastehen, wenn die viel zu hohen regulierten Standortkosten die Passagierentwicklung auf dem deutschen Markt nicht weiter ausbremsen würden. Ein erster wichtiger Schritt wurde mit der Rücknahme der Erhöhung der Luftverkehrsteuer angekündigt. Nun muss dieser Schritt auch umgesetzt werden. Folgen weitere Kostensenkungen, ist eine Trendwende möglich. Das Beispiel Schweden zeigt, welche positiven Wachstumsschübe nach einer kompletten Abschaffung der Luftverkehrsteuer möglich sind.“     

Das Cargo-Aufkommen stieg in Frankfurt im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent auf rund 2,1 Millionen Tonnen. Damit konnte Frankfurt mehr zulegen als die europäische Konkurrenz und war wieder der größte Cargo-Flughafen auf dem Kontinent.

Wichtige Meilensteine 2026 in Frankfurt

Am 23. April startet der Betrieb im neuen Terminal 3. Nach zehn Jahren Bauzeit und einem Investment von rund 4 Milliarden Euro steht ab diesem Zeitpunkt im Süden des Flughafens eine neue Abfertigungskapazität für jährlich rund 19 Millionen Passagiere zur Verfügung. Das neue Terminal bietet Reisenden eine hohe Aufenthaltsqualität und schnelle Abläufe. Das gewährleistet flächendeckend moderne Technik – vom Check-in- und Gepäckabgabeschalter bis hin zu CT-Scannern an den Sicherheitskontrollen.

Passagiere erwarten zahlreiche Wohlfühloasen im zentralen Marktplatz, den Flugsteigen oder den Lounges und eine gute Erreichbarkeit. Davon profitieren zum Start die Airlines aus dem Terminal 2, die in vier Wellen noch vor Beginn des Sommerreiseverkehrs ins Terminal 3 umziehen werden.

Im Sommer 2027 folgt der Umzug von Condor in das neue Terminal. Damit entsteht für die Airlines im Terminal 1 noch vor der Modernisierung des Terminal 2 zusätzliches Wachstumspotenzial durch freigewordene Gebäude- und Vorfeldpositionen im Norden.

Gleichzeitig zeigt der Flughafenbetreiber, dass sich die beiden strategischen Ziele Wachstum und Nachhaltigkeit nicht ausschließen: Ab Juli startet der Bezug von regenerativ erzeugtem Strom aus einem Offshore-Windpark in der Nordsee. Damit erzielt Fraport erstmals für seine Stromverbräuche in Frankfurt einen 100-prozentigen Grünstromanteil. Das ist ein wichtiger Schritt für das Unternehmen, das Ziel zu erreichen, bis 2045 an allen vollkonsolidierten Standorten innerhalb der Scopes 1 und 2 den Status Net Zero zu erreichen. Net Zero bedeutet Treibhausgasneutralität.

Ausblick

Für das neue Geschäftsjahr erwartet Fraport einen Anstieg beim Konzernaufkommen auf rund 188 bis zu rund 195 Millionen Passagiere. In Frankfurt wird ein Zuwachs auf rund 65 bis rund 66 Millionen Fluggäste prognostiziert. Das Konzern-EBITDA wird mit einem Plus auf bis zu rund 1,5 Milliarden Euro gesehen. Mit einem Rückgang wird beim Konzern-Ergebnis gerechnet. Das neue Terminal 3 in Frankfurt wirkt langfristig positiv auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Allerdings führen steigende Abschreibungen sowie höhere Zinsaufwendungen zeitweise zu einem geringeren Ergebnis von etwa 300 bis 400 Millionen Euro. Eine Verbesserung wird beim Verhältnis Netto-Finanzschulden zu EBITDA durch rückläufige Investitionen und den fortgeführten Schuldenabbau erwartet. Auf dieser Grundlage hält Fraport am Dividendenvorschlag von 1,00 Euro je Aktie in diesem Jahr fest. Sobald diese Kennzahl auf Jahressicht unter fünf liegt, wird ein Anstieg der Ausschüttungssumme möglich.

Der Geschäftsbericht zum abgeschlossenen Geschäftsjahr ist hier abrufbar. Aktuelle Informationen zum Thema „Klima und Umwelt“ sind hier zusammengefasst.

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Christian Engel

Themenmanager Wirtschaft und Finanzen

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