Pressemappe: Klimaschutzziele

Hessen und Fraport bringen E-Mobilität voran

Land fördert Ausbau von Lade-Infrastruktur am Flughafen Frankfurt /
weiterer Förderbescheid für Passagierbusse mit E-Antrieb /
Frankfurt Airport ist Leuchtturmprojekt in Hessen

Die Fraport AG stellt den Fuhrpark auf dem Vorfeld am Flughafen Frankfurt sukzessive auf alternative Antriebe um. Dabei erhält der Flughafenbetreiber finanzielle Unterstützung vom Land Hessen. Zwei neue Förderbescheide sagen dem Airport-Konzern nun insgesamt rund 690.000 Euro zu. 464.000 Euro fließen in den Aufbau einer entsprechenden Lade-Infrastruktur. 225.000 Euro finden für die Beschaffung von zwei elektrisch angetriebenen Passagierbussen Verwendung.

Insgesamt investiert Fraport in den Ausbau der Lademöglichkeiten auf dem Vorfeld bis zum Jahresende 2024 knapp 1,2 Millionen Euro. Für die Elektrifizierung von Spezialfahrzeugen der Bodenverkehrsdienste sind beim Airportbetreiber im selben Zeitraum aktuell Investitionen in Höhe von 17 Millionen Euro vorgesehen.

„Die Umstellung unserer Fahrzeugflotte auf E-Antrieb ist maßgeblicher Bestandteil unserer Dekarbonisierungsstrategie“, erläutert Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. „Wir haben uns das ambitionierte Ziel gesetzt, unseren Heimatstandort Frankfurt Airport sowie all unsere vollkonsolidierten Flughafen-Beteiligungen in der ganzen Welt spätestens bis zum Jahr 2045 CO2-frei zu betreiben. Dieses Ziel erfordert umfangreiche Investitionen, mit denen wir bereits in den 1990er-Jahren begonnen und die wir trotz Krise kontinuierlich fortgesetzt haben“, führt er aus. Aktuell verfügen bereits 570 Fahrzeuge im Fuhrpark der Fraport AG an Deutschlands größtem Luftverkehrsdrehkreuz über E-Antrieb. Das entspricht einem Anteil von etwa 16 Prozent.

„Hessen hat uns bei diesem Engagement seit jeher tatkräftig unterstützt“, betont Schulte. Den beiden aktuellen Förderbescheiden vorausgehend hatte das Land in den Jahren 2018 bis 2021 bereits den Piloteinsatz von zwei rein batterieelektrisch angetriebenen Passagierbussen mit einer Summe von 270.000 Euro gefördert. „Unsere Experten bei den Bodenverkehrsdiensten und in der Energieversorgung haben innerhalb dieser Testphase zahlreiche neue Erkenntnisse gewonnen und eine entsprechende Lade-Strategie entwickelt, die es nun nahtlos in unsere Prozesse einzubinden gilt. Voraussetzung dafür ist der umfassende Aufbau eines Netzwerks mit Ladepunkten sowohl für längeres Aufladen als auch für Schnellladevorgänge“, erklärt Schulte die Relevanz des neuen Vorhabens, das auf der Förderung durch das Land Hessen aufsetzt.

Hessen soll nach den Vorstellungen von Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir eine Vorreiterrolle für klimafreundlichen Verkehr und zukunftsfähige Mobilität einnehmen. „Es geht uns um den Aufbruch in ein Verkehrssystem, das Mobilität für alle ermöglicht, aber dabei weniger Belastungen verursacht“, sagt Al-Wazir. „Wir wollen Klimaneutralität erreichen, und dabei müssen wir alle Bereiche in den Blick nehmen. Im Flugverkehr sind das riesige Herausforderungen. Der Flugverkehr wird sicherlich auf absehbare Zeit nicht mit elektrischen Antrieben funktionieren, sondern mit Einsparung, Effizienz und synthetischen Kraftstoffen seinen Beitrag leisten müssen. Aber es gibt neben dem Flugbetrieb eben auch den Flughafenbetrieb, den es umwelt- und klimafreundlicher zu machen gilt. Die Fraport AG setzt mit Unterstützung des  Landes Hessen ihren Weg fort, möglichst saubere bodengebundene Fahrzeuge einzusetzen und geht  mit ihrem Engagement für mehr Elektromobilität in die richtige Richtung. Jede Tonne eingespartes CO2  dient dem Klimaschutz und bringt uns näher in Richtung Klimaneutralität. Mit der neuen Ladestruktur für E-Mobility wird auch dafür die Grundlage geschaffen.“

Erste Projektschritte bereits im Lauf dieses Monats

Das Projekt zum Ausbau der Lade-Infrastruktur startet bereits im Oktober mit Inbetriebnahme zweier Schnelllader. Insgesamt wird Fraport das Netzwerk um 34 Schnellladepunkte erweitern. Innerhalb dieser Kapazitätserweiterung sind zwei „Pop-Up Ladeparks“ vorgesehen. Dabei handelt es sich um Stahlgestelle
mit jeweils neun Schnellladepunkten, die sich flexibel auf dem Vorfeld positionieren lassen. Platz finden hieran je acht Pkw oder Gepäckschlepper. Alternativ kann ein Ladepark auch einen Bus oder einen Flugzeugschlepper mit Batteriestrom versorgen. Darüber hinaus ist für die Passagierbusflotte der Bodenverkehrsdienste ein eigenes Lade-Depot geplant, das eine Schnittstelle zum Reservierungstool beinhaltet. Die Disposition soll so nicht nur Verfügbarkeit, sondern auch Ladezustand der Busse im Blick behalten können.  

Photovoltaikanteil wächst weiter

Stromerzeugung am Flughafen Frankfurt: Fraport nimmt neuartige Anlage im Bahnsystem in Betrieb

Zur Aufstockung ihres Grünstromanteils nimmt die Fraport AG am Flughafen Frankfurt ein weiteres Photovoltaik-Projekt (PV) in Angriff. Am südwestlichen Ende der Startbahn West hat der Flughafenbetreiber nun eine Demonstrationsanlage mit 20 PV-Panels und einer Leistung von 8,4 Kilowatt installiert. Diese dreireihige Anordnung möchte Fraport perspektivisch zunächst entlang der Startbahn West erweitern. In der finalen Ausbaustufe soll sich die Anlage auf einer Länge von 2.600 Metern parallel zur Runway erstrecken und dann in der Spitze eine Leistung von bis zu 13 Megawatt erbringen.

Freiflächen im Bahnsystem bieten erhebliches Potenzial

Im Gegensatz zu bestehenden PV-Anlagen auf dem Gelände des Airports, sind die Panels dieser neuen Anlage nicht schräg, sondern senkrecht angeordnet. Beidseitige Glasmodule nehmen das Sonnenlicht aus östlicher und westlicher Richtung auf. „Die freien Grünflächen innerhalb unseres Bahnsystems sind ideale Standorte für diesen speziellen Anlagentyp“, erläutert Marcus Keimling, Leitung Netzdienste der Fraport AG.

Die so genannten Zaun-Anlagen bieten etliche Vorteile. Trotz geringem Flächenverbrauch sorgen sie für hohe Stromerträge, da das Sonnenlicht ganztägig optimal einfallen kann. Darunterliegende Vegetationsflächen sind von der Überbauung nicht wesentlich beeinträchtigt, da die Anlage weder Niederschläge zurückhält noch für permanente Verschattung sorgt. „Wir erwarten also einen maximalen Stromertrag bei gleichzeitig minimalem Eingriff in die Natur“, betont Keimling. „Unsere Grünflächen sind im Hinblick auf ihre Biodiversität nahezu einmalig – diese Eigenschaft soll trotz Installation uneingeschränkt erhalten bleiben.“

„Im ersten Demonstrationsabschnitt möchten wir Erfahrungen sammeln mit Aufbau und Wartung der Anlage sowie mit der Grünpflege rundherum“, erklärt er. „Dafür wird künftig unser eigenes Personal verantwortlich zeichnen. Die Probefelder liefern uns dazu die nötige Expertise“, ergänzt Keimling. „Schon bald werden wir aber auch zur Realisierung der weiteren PV-Fläche entlang der Startbahn übergehen und diese schnellstmöglich fertigstellen.“

Sonnenergie am Flughafen Frankfurt

Sonnenstrom aus eigener Erzeugung fließt bereits seit März 2021 in größerem Stil in den Strommix von Flughafenbetreiber Fraport ein. Auf dem Dach einer Frachthalle in der CargoCity Süd produziert eine konventionell angelegte PV-Anlage auf einer Fläche von 13.000 Quadratmetern eine Spitzenleistung von gut 1,5 Megawatt. Perspektivisch sollen auf neuen Gebäuden wie dem Parkhaus für Terminal 3 weitere PV-Anlagen hinzukommen.

Windstrom von der Küste spielt entscheidende Rolle

Wesentlichen Anteil an der sukzessiven Umstellung auf Grünstrom hat das Power Purchase Agreement mit dem Energielieferanten EnBW, das Fraport im Dezember 2021 abgeschlossen hat. Zum Jahreswechsel 2025/26 wird der erste Strom aus einem neu zu errichtenden Windpark in der deutschen Nordsee an den Airport fließen. Mit dem Stromabnahmevertrag sichert sich Fraport eine Leistung von 85 Megawatt. Bis zur Inbetriebnahme des Parks ergänzt Fraport den Strommix mit Windstrommengen aus kleineren Power Purchase Agreements aus bestehenden Anlagen an der Küste. 

Fraport und EnBW schließen langfristigen Stromabnahmevertrag für förderfreien Offshore-Windpark „He Dreiht“ ab

85 Megawatt grüne Offshore-Windenergie verbessern künftig den CO2 Footprint des Flughafenbetreibers am Heimatstandort Frankfurt Airport  

Die börsennotierte Betreibergesellschaft des Flughafens Frankfurt Fraport AG und die Karlsruher EnBW haben ein Corporate Power Purchase Agreement (CPPA) über den Bezug von Windenergie abgeschlossen. Über den langfristigen Stromabnahmevertrag sichert sich Fraport 85  Megawatt (MW) Leistung aus dem insgesamt 900 MW starken EnBW Windpark „He Dreiht“ in der deutschen Nordsee. Das CPPA ist mit Beginn des zweiten Halbjahres 2026 über eine Laufzeit von 15  Jahren ausgelegt.

Mit dem Auslaufen der klassischen EEG-Förderung entwickeln sich PPAs zu einem zentralen Instrument der Energiewende: Entwicklern von Erneuerbaren-Projekten ermöglichen sie eine verlässliche Finanzierung, Abnehmer unterstützen sie dabei, auch ambitionierte Klimaziele zügig zu erreichen. „Langfristige Stromabnahmeverträge sind eine Antwort des Marktes darauf, die Energiewende auch ohne staatliche Unterstützung voran zu bringen“, erklärt EnBW CEO Frank Mastiaux. „Von PPAs profitieren Unternehmen, Projektentwickler und Klima gleichermaßen. Sie sind für uns der Schlüssel zwischen Strom aus Erneuerbaren Energien und dem Kunden.“

Mit dem operativen Beginn des CPPA im Sommer 2026 stellt Fraport weite Teile der Stromversorgung am Heimatstandort Frankfurt Airport auf grün um. Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte würdigt die Vertragsunterzeichnung als wichtigen Meilenstein der fortschreitenden Dekarbonisierung seines Unternehmens: „Erneuerbare Energieträger wie Wind- und Sonnenkraft stehen im Fokus unserer Klimaschutzstrategie. Sie bilden das solide Fundament unseres umfangreichen Maßnahmenpakets zur konsequenten Reduktion des CO2-Ausstoßes. Das klare Ziel: Bis 2045 möchten wir am Flughafen Frankfurt CO2-frei werden. Die erworbene Leistung aus dem neuen Offshore-Windpark wird uns hierbei entscheidend voranbringen“, sagt er. „Als Flughafenbetreibergesellschaft sind wir in besonderem Maße auf eine verlässliche, stabile und unserem auch künftig wachsenden Bedarf entsprechende Versorgung angewiesen. Mit EnBW haben wir hierfür einen starken Partner gefunden“, erklärt Schulte. „Das CPPA erschließt uns im Vergleich zu einer ‚herkömmlichen‘ Stromversorgung, von der wir bislang abhängig waren, ein Einsparpotenzial von bis zu 80.000 Tonnen CO2  pro Jahr.“  

85 Megawatt grüne Energie aus der Nordsee

Mit dem Projekt „He Dreiht“ leitete die EnBW 2017 einen neuen Trend auf dem Offshore-Markt ein: Das Unternehmen hatte sich in der ersten Ausschreibung in Deutschland mit einem Null-Cent-Gebot den Zuschlag für den 900  Megawatt großen Windpark gesichert. „He Dreiht“ wird rund 90 Kilometer nordwestlich von Borkum und ungefähr 110 Kilometer westlich von Helgoland errichtet und soll 2025 in Betrieb gehen, die Investitionsentscheidung ist für 2023 geplant. Der rund 60 Windturbinenanlagen starke Park zählt derzeit zu den europaweit größten Projekten der Energiewende. Erstmals sollen Turbinen mit einer Leistung von 15 Megawatt zum Einsatz kommen. Zum Vergleich: Deutschlands erster Offshore-Windpark, der 2011 errichtete EnBW Baltic 1, verfügt pro Turbine über 2,3 Megawatt Leistung.

Der Abschluss des CPPA mit Fraport ist zugleich Startschuss für die Vermarktung weiterer Strommengen aus „He Dreiht“. 2022 will die EnBW ihre Aktivitäten ausweiten, so dass weitere Unternehmen ihre Klimaziele durch den Abschluss von PPAs erreichen können. Auch für die derzeit im Bau befindlichen förderfreien Photovoltaik-Großprojekte Gottesgabe und Alttrebbin mit jeweils 150 Megawatt plant die EnBW eine Vermarktung über langfristige Stromabnahmeverträge. Für den größten Solarpark in Deutschland, Weesow-Willmersdorf, laufen bereits konkrete Gespräche.

PPA zentrales Element von Klimaschutzstrategie

Am größten deutschen Luftverkehrsdrehkreuz Frankfurt Airport wird die grüne Energie aus dem PPA mit EnBW ab 2026 unter anderem in den Betrieb dreier Terminals und zahlreicher weiterer Gebäude fließen. Außerdem sorgt der Strom aus Windkraft auf dem 25 Quadratkilometer großen Betriebsgelände für ein gut ausgeleuchtetes Vorfeld mit vier Start- und Landebahnen sowie für den Antrieb von mehr als 500 Fahrzeugen der wachsenden
E-Flotte.

Seit einem Jahr produziert Fraport über eine erste eigene Photovoltaik-Anlage im Megawattbereich auch selbst grüne Energie. Perspektivisch sollen auf neu geplanten und bestehenden Dachflächen sowie entlang der Runways weitere Anlagen folgen. Auch Windkraft aus EEG-Parks, deren Förderung ausgelaufen ist, fließt in den Strommix des Airports. Dieser ist bewusst breit aufgestellt, um jederzeit einen reibungslosen, sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Neben der Umstellung auf regenerative Energien setzt Fraport innerhalb der Klimaschutzstrategie am Flughafen Frankfurt auf die sukzessive energetische Optimierung bestehender Infrastruktur, intelligente Klimatechnik, LED-Technologie sowie fortschreitende Elektrifizierung der Fahrzeugflotte.

Klimaschutz ist bereits seit 1997 wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie der Fraport AG. Über die mittlerweile seit 22 Jahren erfolgende Zertifizierung durch das Eco-Management und Audit Scheme (EMAS) stellt Fraport sicher, dass alle wesentlichen Umweltauswirkungen des Frankfurter Flughafenbetriebs stetiger Kontrolle unterliegen. Trotz der anhaltenden Krisenlage im Luftverkehr investiert das Unternehmen unverändert in sein umfangreiches Maßnahmenpaket, um die eigenen Umweltleistungen konsequent zu verbessern. Das nun abgeschlossene PPA trägt dazu künftig maßgeblich bei.

Fraport setzt auf Windenergie

Strom für Frankfurt Airport kommt ab Juli teilweise aus Windparks

Ab 1. Juli bezieht die Fraport AG erstmals Anteile ihres Strombedarfs am Flughafen Frankfurt aus Windkraftanlagen. Der Strom stammt aus 12 bestehenden Onshore-Windparks entlang der deutschen Küste. Der grüne Energieeinkauf in Form eines Power Purchase Agreements (PPA) ist per Rahmenvertrag mit der Mainova-Tochtergesellschaft Energy Air GmbH möglich. Unabhängig davon läuft das Vergabeverfahren für ein umfassendes PPA weiter, das Fraport bereits seit Monaten mit Nachdruck vorantreibt: Dabei geht es um Windenergie aus noch zu errichtenden Offshore-Anlagen.

Beide Initiativen zeigen: Der Strommix des Flughafenbetreibers setzt sich  zunehmend aus erneuerbaren Energien zusammen. Sonnen- und Windkraft sollen in erheblichem Maß dazu beitragen, den CO2-Ausstoß der Fraport AG am Flughafen Frankfurt bis zum Jahr 2030 gegenüber dem Vergleichswert von 1990 um 65 Prozent zu reduzieren. „Klimaschutz ist die größte Herausforderung unserer Zeit“, betont Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. „Daher haben wir unser unternehmerisches Handeln schon früh an nationalen wie internationalen Klimaschutzzielen ausgerichtet und gehen diesen Weg auch in Krisenzeiten konsequent weiter“, erläutert er. „Der Abschluss dieses ersten PPA mit unserem Energie-Dienstleister Energy Air ist ein bedeutender Schritt innerhalb unserer Klimaschutzstrategie. Mit dieser Maßnahme reduzieren wir schon heute unseren CO2-Footprint und überbrücken die Phase bis zur geplanten Einspeisung von Windenergie im großen Stil.“

Ab 2025 soll diese aus Offshore-Windparkanlagen kommen. Derzeit läuft hierzu das Vergabeverfahren. Aktuell befindet sich Fraport in finalen Verhandlungen mit diversen Stromlieferanten und Betreibern von Windkraftanlagen. Der Prozess sei allerdings, wie erwartet, sehr komplex und werde noch weit bis in die zweite Jahreshälfte 2021 hinein andauern, erklärt Schulte. „Die Phase bis zur ersten Stromlieferung aus Offshore-Windanlagen wollen wir aktiv nutzen: Einerseits, um schon jetzt unseren Stromverbrauch sukzessive auf ‚grün‘ zu stellen. Andererseits wird uns dieses PPA auch wertvolle Erkenntnisse zur Einspeisung volatiler erneuerbarer Energiequellen in unser Airport-Netz liefern.“ Denn Frankfurt Airport sei wie kaum ein anderer Endverbraucher auf eine stabile Stromversorgung angewiesen, die jederzeit eine lückenlose Sicherheit für den Flugbetrieb gewährleisten muss, unterstreicht der Flughafenchef.

Dazu habe Fraport mit der Inbetriebnahme der ersten eigenen Photovoltaikanlage im Megawattbereich bereits gute Erfahrungen gewonnen. „Sonnen- und Windkraft sind für uns die Energiequellen der Zukunft“, bekennt Schulte, „diese werden wir zunehmend nutzen – sowohl an der Küste, als auch auf unserem eigenen Betriebsgelände. Auf unseren weitläufigen Dachflächen und entlang unserer Start- und Landebahnen bieten sich hierfür vielfältige Möglichkeiten. Unsere Fachabteilungen arbeiten bereits an Machbarkeitsstudien und planen umfangreiche Tests, so dass auch Sonnenenergie am Standort Frankfurt Airport schon bald in breiter Form nutzbar gemacht werden kann“, verspricht er. Flankierend dazu treibe man selbstverständlich weiterhin vielfältige Energiesparmaßnahmen in Gebäuden und Anlagen voran.

Die Vertragslaufzeit für das nun abgeschlossene erste PPA beträgt 18 Monate und endet planmäßig zum 31. Dezember 2022. In der zweiten Jahreshälfte 2021 sollen insgesamt 26 Gigawattstunden aus Windkraftanlagen an den Airport fließen, 2022 sogar 42 Gigawattstunden. Daraus werden bis zum Jahresende 2021 etwa zehn und im Lauf des Jahres 2022 etwa fünfzehn Prozent des Strombedarfs gedeckt. Tendenz in den Folgejahren: weiter steigend.

Die ab Juli Strom für Frankfurt Airport erzeugenden Windparks sind allesamt in den 90er Jahren im Zuge der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entstanden. Sie wurden in Onshore-Bauweise, also an Land, errichtet und gelten im Sinne des EEG mittlerweile als ausgefördert. Fraport sichert mit der genannten jährlich garantierten Abnahmemenge den wirtschaftlichen Fortbetrieb dieser Einrichtungen des norwegischen Stromproduzenten Statkraft.

Fraport setzt am Flughafen Frankfurt auf Grünstrom

Unternehmen hält trotz Corona-Krise an Klimaschutzzielen fest/ Strombezug aus Windenergie geplant / Grünstromanteil allein durch Windkraft ab 2025 bereits bei etwa 85 Prozent / Bau großflächiger Photovoltaik-Anlage auf Frachthalle läuft / Weitere Projekte in Planung

FRA/ibe – Ein großer Teil des Strombedarfs der Fraport AG am Flughafen Frankfurt soll künftig aus Windenergie kommen. Das plant der Flughafenbetreiber Fraport – und setzt damit weiter seine Klimaschutzziele konsequent um. Das Unternehmen will mit einem Betreiber eines Offshore-Windparks vereinbaren, ab spätestens 2025 eine jährliche Mindestmenge Grünstrom abzunehmen. Dazu erfolgt am heutigen Tag die dafür notwendige Marktbekanntmachung.

„Auch in der aktuell sehr schwierigen Situation behalten wir die Herausforderung Klimaschutz fest im Blick. Allein aus diesem Windenergie-Projekt planen wir ab 2025 etwa 85 Prozent unseres Strombedarfs am Flughafen Frankfurt aus regenerativen Quellen zu beziehen“, betont Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte. Ziel Fraports bleibe es, bis 2030 den Strombedarf am Flughafen Frankfurt größtenteils aus regenerativen Energien zu beziehen.

Klimaschutzziele haben Bestand

Die Nutzung regenerativer Energien ist ein wesentlicher Baustein, um die selbst gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen. So will Fraport seine CO2-Emissionen in Frankfurt bis 2030 von aktuell rund 170.000 Tonnen im Jahr deutlich auf 80.000 Tonnen im Jahr verringern. Ab dem Jahr 2050 will das Unternehmen CO2-frei sein, also keine Emissionen mehr ausstoßen.

Im Rahmen eines „Power Purchase Agreements“ beabsichtigt Fraport, sich mit dem Betreiber eines Offshore-Windparks auf eine Liefermenge von bis zu 350 Gigawattstunden Grünstrom pro Jahr zu einigen. „Wir wollen erneuerbare Energien vorantreiben und suchen dafür einen kompetenten Partner. Mit einem solchen Vertrag können wir für die Zukunft sicher planen, ohne selbst in die Projektrealisierung einsteigen zu müssen“, erklärt Schulte.

Sonnenenergie am Flughafen

Gleichzeitig setzt das Unternehmen darauf, am Flughafen selbst Strom zu erzeugen. Aktuell entsteht auf einer neuen Frachthalle in der CargoCity Süd die erste großflächige Photovoltaik-Anlage am Flughafen Frankfurt. Diese soll künftig mehr als 1,5 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Damit ließen sich mehr als 450 Haushalte mit vier Personen ein Jahr lang mit Strom versorgen. Auch am Bau einer Photovoltaik-Anlage auf dem Parkhaus des neuen Terminals 3 hält Fraport fest.

Mit diesen und weiteren Maßnahmen wird der Grünstromanteil am Flughafen Frankfurt bereits 2030 nach aktueller Planung bei etwa 94 Prozent liegen.

Sonnenstrom aus eigener Produktion

Seit März 2021 nutzt die Fraport AG am Flughafen Frankfurt Sonnenstrom aus eigenen Photovoltaik-Anlagen im Megawatt-Bereich. Den Auftakt der Eigenproduktion machte damals eine klassische Dach-Installation in der CargoCity Süd. Mittlerweile gewinnt Fraport Sonnenenergie auch mithilfe senkrecht installierter Panels, die sich entlang der Startbahn West aufreihen.

Weitere große Photovoltaik-Anlagen sind auf den Dachflächendes Parkhauses am Terminal 3 sowie auf einer neu zu errichtenden Frachthalle in der CargoCity Süd geplant.

Insgesamt soll der jährliche Stromertrag aus Dachflächen-Anlagen bis zum Jahr 2026 auf 9,1 Millionen Kilowattstunden steigen.

Flachdächer am Airport werden zum Sonnendeck

Die erste Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach einer Frachtimmobilie liefert jährlich etwa 1,5 Millionen Kilowattstunden Strom. Zum Vergleich: Damit ließen sich mehr als 450 Haushalte mit vier Personen ein Jahr lang mit Strom versorgen.  

Dieser Sonnenstrom fließt in verschiedene Liegenschaften am Flughafen. Er wird später auch im neuen Terminal 3 zur Klimatisierung sowie für den Betrieb weiterer Gebäudetechnik wie Beleuchtung, Fahrstühle, Rolltreppen und ähnliche Einrichtungen genutzt werden.

Überblick   
Fläche 13.000 m²
PV-Module 4.368
Wechselrichtung 24
Spitzenleistung 1.572,5 kWp
Jährliche Stromerzeugung 1.5 kWh
Mehr Platz an der Sonne: Photovoltaik funktioniert auch im Bahnsystem

Zur Aufstockung ihres Grünstromanteils hat die Fraport AG am Flughafen Frankfurt im September 2022 ein weiteres Photovoltaik-Projekt in Angriff genommen: Ausgehend vom südwestlichen Ende der Startbahn West installiert der Flughafenbetreiber eine so genannte Zaun-Anlage.

Erste Panels sind bereits in Betrieb. Weitere senkrecht stehende Module möchte Fraport perspektivisch entlang der Startbahn West errichten. In der finalen Ausbaustufe soll sich die Anlageauf einer Länge von 2.600 Metern parallel zur Runway erstrecken.

Vorteile dieser Technologie im Bahnsystem

  • maximaler Stromertrag bei minimalem Eingriff in die Natur
  • geringer Flächenverbrauch
  • minimale Verschattung des Untergrunds
  • ungehinderte Niederschlagsverteilung
  • Erhalt biodivers wertvoller Grünflächen

Im Gegensatz zu bestehenden PV-Anlagen auf dem Geländedes Airports, sind die Panels der neuen Anlage nicht schräg, sondern senkrecht angeordnet. Beidseitige Glasmodule nehmen das Sonnenlicht aus östlicher und westlicher Richtung auf.

Trotz geringem Flächenverbrauch sorgen die Zaun-Anlagen für hohe Stromerträge, da das Sonnenlicht ganztägig optimal einfallen kann. Darunter liegende Vegetationsflächen sind von der Überbauung nicht wesentlich beeinträchtigt und Wasser kann ungehindert in der gesamten Fläche versickern.

Wachsende Merkmale aktuell perspektivisch
Fläche ca. 125 m² 260.000 m²
PV-Module 20 30.000
Spitzenleistung 8,4 kWp 13.000 kWp
Jährliche Stromerzeugung ca. 8.000 kWh 13 Mio. kWh

Optimierter Energieverbrauch und Lebensdauer dank LED

Seit 2013 tauscht Flughafenbetreiber Fraport konventionelle Leuchtmittel am Flughafen Frankfurt nach und nach gegen Leuchtdioden aus. Diese haben im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln wie Glühbirne und Neonröhre eine wesentlich längere Lebensdauer von bis zu 50.000 Stunden. Außerdem sind sie im Energieverbrauch deutlich sparsamer. 

Diese Klimaschutzmaßnahme geht auf Empfehlungen des Öko-Instituts e.V. zurück. Die europaweit führende, unabhängige Forschungs- und Beratungseinrichtung hat Flughafenbetreiber Fraport in den Jahren 2011 bis 2013 dabei unterstützt, mögliche Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen zu identifizieren und zu priorisieren. Weitere Empfehlungen beinhalteten: Nutzung von Photovoltaik, Modernisierungen in der Klimatechnik und Ausbau von E-Mobilität. Alle Teilmaßnahmen sind bis heute Bestandteil des CO2 -Einsparungsprogramms.

Seit 2013 hat Fraport etwa 85 Prozent der Leuchtmittel ausgetauscht. Damit erzielt das Unternehmen eine rechnerisch ermittelte Einsparung von jährlich etwa 17.400 MWh beziehungweise etwa 5.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Das weitere Einsparpotenzial beträgt 3.200 MWh pro Jahr. Insgesamt wurden im Aktionszeitraum bislang etwa 30.000 Leuchtmittel ersetzt. Der Austausch erfolgt sowohl im Rahmen anstehender Baumaßnahmen als auch zielgerichtet innerhalb der Projektmaßnahme und hierbei im Schwerpunkt durch eigene Techniker*innen.

Einsatzbereiche LEDs:
  • Befeuerung des Start- und Landebahnsystems
  • Befeuerung der Rollwege
  • Beleuchtung des Vorfelds und der Straßen im Betriebsbereich
  • Beleuchtung von Terminals, Parkhäusern, Service- und Verwaltungsgebäuden

Sanierung bestehender Infrastruktur

Die technische Steuerung des Gebäudebestands erfolgt aus Technikzentralen. Deren Aufgabengebiete: Raumlufttechnik mit Klima, Heizung, Mess- und Regeltechnik sowie Gebäudeautomation, Sprinklerund Elektrotechnik , Wärme- und Kälteversorgung sowie Entrauchung. Die Sanierung der Technikzentralen soll bis 2030 komplett abgeschlossen sein. Eine der wichtigsten Steurungseinheiten ist die Lüftungszentrale LZ 43 – auch Klimazentrale genannt. Sie versorgt die Halle A im Terminal 1 vom Untergeschoss bis zur Ebene 3. Ihre Sanierung wurde 2017 abgeschlossen.

Die Baumaßnahme umfasste den Austausch sämtlicher technischen Gewerkes sowie die Ergänzung um Sprinkler-, Brandmelde- und Entrauchungsanlage. Die Kosten lagen bei 16,9 Millionen Euro (12,3 Millionen Euro Herstellkosten 4,6 Millionen Euro Baunebenkosten). Dank hocheffizienter neuer Anlagenkomponenten und zentrale Wärmerückgewinnung reduzierten sich sowohl die benötigte elektrische Energie als auch der Bedarf an Wärmeenergie in erheblichem Maß. Auch die Außenluftmenge ging von 480.000 m³/h auf 225.000 m³/h zurück. Weiteres Plus der Sanierung: Vereinfachter und übersichtlicher Wartungsaufwand an den Hauptanlagen sowie deutlich verbesserte Zugänglichkeiten und optimale Möglichkeiten für spätere Nachinstallationen.  

Elektrischer Energie-Verbrauch (Klimastrom) pro Jahr
  • Verbrauch (im Jahr 2005) 3.700 MWh/a
  • Verbrauch (im Jahr 2017) 1.850 MWh/a
  • Einsparung 1.850 MWh/a, also ca. 50 Prozent Reduzierung, oder 1.065 Tonnen C02 (Strom-Mix)
Wärmeenergie-Verbrauch
pro Jahr
  • Verbrauch (im Jahr 2005) 4.850 MWh/a
  • Verbrauch (im Jahr 2017) 2.200 MWh/a
  • Einsparung 2.650 MWh/a, also ca. 55Prozent Reduzierung, oder 538 TonnenCO2 (Fernwärme)
Kälteenergie-Verbrauch
pro Jahr
  • Verbrauch (im Jahr 2005) 3.200 MWh/a
  • Verbrauch (im Jahr 2017) 1.920 MWh/a
  • Einsparung 1.280 MWh/a, also ca. 40Prozent Reduzierung, oder 148 TonnenCO2 (Turbo-Kältemaschine, Strom-Mix)
Vorfeld-PKW

 

Bordstromversorgung für Flugzeuge

 

Container-Hubwagen

 

Gepäck- und Frachtschlepper

 

Kombi/Werkstattwagen

 

Passagierbus

 

Passagiertreppe mit Dach

 

Rückenwind für Fraport

 

Stark wie 170 Flugzeugschlepper

 

Grüne Energie in neuer Dimension

 

LED-Befeuerung Rollweg

Rollverkehr am Abend

LED-Beleuchtung Ankunft T1

Neue Vorfahrt Ankunft Terminal 1 wenige Stunden vor Inbetriebnahme

LED-Beleuchtung Position

Prototyp LED-Beleuchtung an Pos.503

LED-Beleuchtung Vorfeld

Prototyp LED-Beleuchtung auf Vorfeldposition

Photovoltaik Swissport-Halle 2

Photovoltaikanlage auf dem Dach der Swissport-Halle

Photovoltaik Swissport-Halle

Photovoltaikanlage auf dem Dach der Swissport-Halle

Elektromobilität

Ladestation für Elektro, Umwelt, Nachhaltigkeit Palettenhubwagen *** Local Caption ***

E-Mobilität Fluggasttreppe

Fluggasttreppe

E-Mobilität Förderband

Förderbandwagen

E-Mobilität Gepäckschlepper

Zugmaschine

E-Mobilität Palettenhubwagen

Palettenhubwagen

Klimazentrale Detailbild

Klimazentrale Terminal 1

LED-Befeuerung Rollweg 2

 

Angelika Heinbuch

Themenmanagerin Umwelt und Servicethemen - Erreichbar Mi. bis Fr.

a.heinbuch@fraport.de +49 69 690 - 28417
EnBW

Ramona Sallein, Pressesprecherin EnBW Energie Baden-Württemberg AG Durlacher Allee 93 76131 Karlsruhe

+49 721 63-14321