Travel Innovation Award für digitale Transformation im Fraport-Konzern

Digitalisierung und Innovation als Chance in der Krise / Kundenerlebnis konzernweit verbessern

Die Fraport AG hat den Travel Innovation Award 2021 für digitale Transformation und innovative Projekte erhalten. Die Internetplattform Plug and Play zeichnete das Unternehmen damit auf dem Expo Day am 17. Juni in Wien aus. „Diese Auszeichnung würdigt Unternehmen, die außergewöhnliches
Engagement bei der Entwicklung digitaler Innovationen zeigen“, erklärt Benjamin Kloss, Director Plug and Play Austria. „Der Fraport-Konzern hat innerhalb von weniger als einem Jahr mit verschiedenen Startup-Unternehmen aus unserem Netzwerk mehr Pilotprojekte mit Chance auf einen Rollout initiiert als alle unsere anderen Kooperationspartner.“

 

Die Digital Factory

Der Flughafenbetreiber setzt mit seiner virtuellen Organisationseinheit, der Digital Factory, auf digitale und innovative Lösungen und Technologien, um den Service für Kundinnen und Kunden sowie Beschäftigte zu optimieren: „Mithilfe kreativer und digitaler Lösungen starten wir heute damit, die Reisewelt von morgen zu gestalten“, erklärt Claus Grunow, Leiter Konzernstrategie und Digitalisierung der Fraport AG. „So können wir den digitalen Reifegrad unseres Konzerns ausbauen und unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Bedingt durch die Krise fokussieren wir uns auf die Projekte, die einen besonders hohen Nutzen haben.“ 

Ein Team aus Digitalisierungs- und Fachexperten erarbeitet innovative Lösungen zu betrieblichen Fragestellungen und präsentiert innerhalb von drei Monaten ein erstes, nutzbares Produkt. Der Blick richtet sich dabei nicht nur auf den Standort Frankfurt, sondern auch auf die Töchter und Beteiligungen.

 

Innovationspartner Plug and Play

Seit dem Start der Digital Factory kooperiert Fraport mit dem im Silicon Valley ansässigen Innovationspartner Plug and Play. Durch den Zugriff auf die Innovationsplattform mit mehr als 30.000 Technologie- und Startup-Unternehmen generiert das Team schnelle Lösungsansätze für operative Fragestellungen. Zahlreiche Projekte sind bereits im Fraport-Konzern gestartet:

 

Verbesserung des Reiseprozesses

Um das Passagieraufkommen in den Terminalanlagen am Flughafen Frankfurt optimaler erfassen und analysieren zu können, befindet sich eine neue
Technik im Test, die erstmalig großflächig Passagierströme anonym erfasst. Spezielle „Lidar-Sensoren“ erzeugen ein genaues 3D-Abbild des Raums und erfassen darin anonymisiert die Passagiere und ihre Bewegung, die dann ausgewertet werden. „Dadurch können wir dem Kunden die Wartezeit an der Sicherheitskontrolle mit zehn Minuten Vorlauf prognostizieren und sein Reiseerlebnis verbessern“, betont Grunow.

 

Auslastungsbezogene Parktarife

Die Preise für terminalnahes Parken sollen künftig von der Auslastung der Parkhäuser abhängen. So können Fluggäste in Zeiten schwacher Nachfrage kostengünstiger ihr Auto am Flughafen Frankfurt abstellen. 

 

Automatische Kennzeichenerkennung

Auch für Kundinnen und Kunden in der Cargo City Süd hat sich etwas getan: Die Einfahrt in den Betriebsbereich ist, nach vorheriger Online-Registrierung, automatisch möglich und spart bis zu zehn Minuten Zeit pro Fahrt ein. In Summe ergeben sich bei durchschnittlich 10.000 Einfahrten pro Woche rund zehn Jahre Zeitersparnis pro Kalenderjahr. Damit reagiert der Flughafenbetreiber auf das erhöhte Verkehrsaufkommen, ausgelöst durch die enormen Frachtmengen, die umgeschlagen werden, und sichert die komplexen Logistikketten.  

 

Im Ausland aktiv

Im Fokus des Projekts von Fraport USA steht eine Sensorik-Lösung in Verbindung mit einem Analyse-Tool, das den Beschäftigten mehr Transparenz gibt, welche Shops Passagiere aufsuchen und welche Produkte sie kaufen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen den Einzelhändlern helfen, gezielt Marketing- und Promotion-Aktionen einzusetzen, um die Kundenbedürfnisse noch besser zu adressieren. 

 

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